20 März 2014

Frühlingsanfang und Alban Eilir

Zum Frühlingsanfang hatten wir heute ganz phantastisches Wetter. So wurde aus der Fahrt zum Einkaufen auch spontan eine kleine Tour, von der ich Euch mal ein paar Impressionen zeigen möchte.
Ich liebe Magnolien. Sie blühen schon in voller Pracht und diese hier ist eine besonders schöne, die ich mir jedes Jahr ansehen muss. Sie steht ein paar Dörfer weiter.
Gänseblümchen liebe ich auch. Und Osterglocken...und...und...und...
Im Bauernladen holten wir uns frisches Brot, Brötchen, Tomate-Basilikum-Nudeln und Sauerrahmbutter und weiter ging es durch die Landschaft und über die Hügel. Heute konnte man wieder einmal extrem weit sehen. Das Siebengebirge ragte recht plastisch in der Ferne auf und auf einem Hügel konnte man wieder einmal sehr gut nach Colonia blicken:
Es zog uns dann noch in den anderen Bauernladen, wo ich gleich erstmal auf diese geniale Postkarte stieß:
Nach dem Einkauf gab es gleich im Laden - nicht im angrenzenden Café - einen Latte Macchiato.
Mitgenommen haben wir hier neben Golden Delicious, die den Namen Golden auch tatsächlich verdienen:
Frischen Bärlauch. Mal sehen, ob es damit ein Bärlauchsüppchen geben wird, eine Sauce zu den Nudeln mit Pilzen oder was ganz anderes.
Veganen Feta.....ich bin gespannt.
Frische Ziegenmilch...und eine Zeitschrift mit tollen Veggie-Rezepten.
Den Frühling haben wir uns auch wieder in die Wohnung geholt.
Ich fühle mich zwar extrem nach Fühling heute, aber noch so gar nicht nach Alban Eilir/Ostara. Merkwürdig. Ich glaube, meine Kerze dazu mache ich auch erst morgen.
Nichtsdestotrotz werde ich jetzt noch meine paar Worte zum Fest verlieren.

Die meisten nennen dieses Fest wohl Ostara, für mich heißt es Alban Eilir, das Fest des Lichts der Erde.
Die Sonne beginnt wärmer zu scheinen, das Leben bricht durch die Erdkruste hindurch und blüht und sprießt. Das erste Sonnenfest nach Yul wird gefeiert, Maponos ist erstarkt und erwacht aus seinem langen Schlaf. (Und ich glaube, dass die Legende um den in der Erde schlafenden Arthus auch hier ihren Ursprung hat. Denn die Wintersonnenwende wird Alban Arthuan genannt.)

Licht und Dunkelheit halten sich exakt die Waage. So gut wie alles ist möglich.
Gleichzeitig ist es das Fest der Rückkehr der Vögel und eines der Symbole für Alban Eilir sind Schwalben.
Die Leute früher gingen in aller Frühe hinaus und beobachteten den Himmel in Erwartung der Zugvögel. Wurden sie gesehen, gab es ein großes Fest mit Speis und Trank.
Cerridwen zieht mit ihrem Kessel übers Land und gießt die Fruchtbarkeit darüber aus.
Es ist eine Zeit der Fruchtbarkeit überall - Neues wächst und die Tiere bekommen Nachwuchs, das Leben kehrt zurück und erblüht.

Der Mittelpunkt des Alban Eilir Festes ist das Segnen der Samen, die zur Ernte des Jahres werden sollen. Also ist der Tag auch ein guter Zeitpunkt zum Segnen der eigenen Pflänzchen, die man setzen möchte - seine Projekte, Ziele und Träume.
Das druidische Symbol des Festes ist das Kleeblatt, denn es symbolisiert die Wiedergeburt des Frühlings und die drei Aspekte des Erwachens der Göttin: Imbolc, Alban Eilir und Beltane.

Die Gottheiten dieses Festes sind unter anderem Maponos, Cerridwen, Freya, Freyr und Thor. Ēostre lasse ich hier bewusst aus, da ich sie nur aus Bedes "De temporum ratione" kenne. Andernorts findet sie nirgends Erwähnung, bis sie bei Jacob Grimm - der sich auf Bede stützt - als Ostara wieder auftaucht und danach dann bei den Neuheiden. Zu schade, ich hätte gerne gewusst, welche Quelle Bede hier hatte.
Wie auch immer, die Passage in Kapitel 15 ist folgende:
Eostur-monath, qui nunc Paschalis mensis interpretatur, quondam a Dea illorum quæ Eostre vocabatur, et cui in illo festa celebrabant nomen habuit: a cujus nomine nunc Paschale tempus cognominant, consueto antiquæ observationis vocabulo gaudia novæ solemnitatis vocantes.
(Der Eosturmonath, heute Passahmonat bezeichnet, war früher benannt nach einer ihrer Göttinnen, welche Eostre genannt wurde, zu deren Ehren Feste in diesem Monat gefeiert wurden. Jetzt benennen sie die Passahzeit mit ihrem Namen, womit die Freuden der neuen Feierlichkeit unter dem Namen der altehrwürdigen Göttinnenverehrung angerufen werden)

Symbole sind: Kleeblatt, Eier, Hase, Schwalben, frische Weidenzweige
Kräuter und Pflanzen: Osterglocken, Waldmeister, Veilchen, Ginster, Pfingstrose und alle Frühlingsblumen.
Räucherungen wären z.B. Jasmin, Rose und alles Blumige.

Kommentare:

Dryade hat gesagt…

.... auch dir, Danke fürs Mitnehmen an geliebte Orte ;-)
Und wie hat der VegieBelle pseudo Feta nun geschmeckt *neugirig bin*
Liebe Grüße von der Dryade

Jimmy Johns hat gesagt…
Der Kommentar wurde von einem Blog-Administrator entfernt.
Hummel hat gesagt…

Die Postkarte ist supergenial! :D

Die Musik weiter oben ist sehr sehr schön, aber mich macht sie eher melancholisch als fröhlich.

athena hat gesagt…

Ich glaube es gibt sie :-)
Also ich sehe sie, ist ganz komisch...

Dank Migräne & Co. bin ich auch noch zu nichts gekommen, aber das ist okay. Irgendwie zieht es mich dahin gehend zum Neumond am Sonntag (ist auch Beginn der Sommerzeit), mal schauen....
Und Magnolien... wie ich sie liebe... danke für das wunderschöne Bild - es hat grade Frühling in mir gemacht =)

Ashmodiel hat gesagt…

Natürlich gibt es sie. Wer weiß, wieviele Namen sie hat =)

Malte Thoma hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.