
Wetter:
, -2,3°CStimmung:

Getränk: gleich ein schöner

Oooooaaaaah, es ist so kalt! Diese 2,3 °C, die unser Thermometer für Außen anzeigt, sind irgendwie ein Euphemismus... Zumindest gefühlt war es eben viel, viel kälter.
Gut, vielleicht war es da auch noch kälter, es war ja heute Vormittag.
Die Fenster sind dennoch fast alle auf Kipp, damit sich irgendwann endlich der Essensgeruch vom Fisch gestern Abend verzieht.
Über unser Wochenende hat Feona ja schon geschrieben. Morwenna war von Freitag bis Sonntag bei uns und es war wieder einmal einfach nur schön. Wir hatten richtig Spaß.
Heute früh erschöpfte sich der Spaß dann in der Erkenntnis, dass die f**k Baustelle hier wieder eröffnet hat und eine der Ampeln schon wieder platsch vor unserer Einfahrt aufgestellt wurde. Das bedeutet Warten beim Rausfahren, Warten, wenn man aus Richtung Bensberg/Autobahn kommt, und dann nochmal Warten, weil man eine Ehrenrunde durch den Kreisverkehr drehen muss, da der Mensch an sich ja doof ist und Einfahrten beim Rumstehen an Baustellenampeln schonmal aus Prinzip nicht freihält.
(Gleiches gilt aber übrigens für Straßen, die abzweigen.)
Wenn es sich dann ganz weit staut bis zur Kreuzung Autobahn/Hoffnungsthal/Bensberg, dann hat man ganz viel Spaß und so einige rote Ampelphasen aufzuweisen.
Es ist auch sehr schön zu wissen, dass diese Baustelle uns nun bis Mai erhalten bleiben soll. Ist klar, die Straße war ja auch nur bereits 3 Mal aufgerissen da....
Spaß macht auch die Erkenntnis, die einem die ganzen Clowns, die einem mit festgefrorenem Grinsen aus Schaufensterdekos, von Plakaten und Häuserwänden entgegenstarren, vermitteln. Et es alt widder Fasteloovend.
Gleiches war heute auch unverkennbar im Hobby- und Baumarkt (nein, nicht der mit dem Biber) erkenntlich, in dem ich heute Katzenstreu und Aquarellstiftenachschub kaufen wollte. Gleich beim Reinkommen begrüßt einen die unvermeidliche Karnevalsmusik, die mich mit schöner Regelmäßigkeit aggressiv macht, wenn ich die Ohren nicht auf Durchzug stelle. Im Eingangsbereich erwarten den Kunden auch schon Schaufensterpuppen in den typischen, "lustigen", rot-weißen Kostümen, die sich um ein Tischchen mit einem leeren Pittermännchen gruppieren.
Ich mag Karneval nicht. Überhaupt nicht. Ich konnte es noch nie leiden und ich bin froh, dass mein Geburtstag in diesem Jahr auf Aschermittwoch fällt. (Und es erschreckt mich grade, dass das nächste Woche ist.)
Karneval bedeutet für mich nicht die alte Tradition, die es eigentlich ist, sondern Betrunkene, Enthemmte, Wildpinkler, Pöbler, Randalierer, blöde Musik, blöde Witze und Bützchen (Küsschen), die man nicht haben will, an Karneval aber ungefragt an jeder Ecke bekommt.
Da erstaunt es ja eigentlich schon, dass ich dann doch jedes Jahr mal in die Übertragung des Rosenmontagszuges aus Köln schalte. Selber hinfahren würde ich nie im Leben. Ich glaube, ich wäre da amoklaufgefährdet. Den Umzug im Ort kann ich bequem vom Küchenfenster aus beobachten - genau wie die verschiedensten Jecken, die sich dann mehr oder weniger gerade laufend auf der Straße tummeln.
Als Kind hatte ich natürlich Spaß daran, mich zu verkleiden und als Erzieherin hatte ich eiiiiinigermaßen Späßchen daran, an Weiberfastnacht mit den Kindern zu feiern und ich denke, ich könnte auch Spaß an einer kleinen Karnevalsparty mit guten Freunden haben - aber so? Näääääh! Jangk fott!
Ich werde die Karnevalstage total unkarnevalistisch und sicherlich viel malend verbringen.











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