09 Februar 2010

Kalt!


Wetter: , -2,3°C
Stimmung:
Getränk: gleich ein schöner

Oooooaaaaah, es ist so kalt! Diese 2,3 °C, die unser Thermometer für Außen anzeigt, sind irgendwie ein Euphemismus... Zumindest gefühlt war es eben viel, viel kälter.
Gut, vielleicht war es da auch noch kälter, es war ja heute Vormittag.
Die Fenster sind dennoch fast alle auf Kipp, damit sich irgendwann endlich der Essensgeruch vom Fisch gestern Abend verzieht.

Über unser Wochenende hat Feona ja schon geschrieben. Morwenna war von Freitag bis Sonntag bei uns und es war wieder einmal einfach nur schön. Wir hatten richtig Spaß.

Heute früh erschöpfte sich der Spaß dann in der Erkenntnis, dass die f**k Baustelle hier wieder eröffnet hat und eine der Ampeln schon wieder platsch vor unserer Einfahrt aufgestellt wurde. Das bedeutet Warten beim Rausfahren, Warten, wenn man aus Richtung Bensberg/Autobahn kommt, und dann nochmal Warten, weil man eine Ehrenrunde durch den Kreisverkehr drehen muss, da der Mensch an sich ja doof ist und Einfahrten beim Rumstehen an Baustellenampeln schonmal aus Prinzip nicht freihält.
(Gleiches gilt aber übrigens für Straßen, die abzweigen.)
Wenn es sich dann ganz weit staut bis zur Kreuzung Autobahn/Hoffnungsthal/Bensberg, dann hat man ganz viel Spaß und so einige rote Ampelphasen aufzuweisen.
Es ist auch sehr schön zu wissen, dass diese Baustelle uns nun bis Mai erhalten bleiben soll. Ist klar, die Straße war ja auch nur bereits 3 Mal aufgerissen da....

Spaß macht auch die Erkenntnis, die einem die ganzen Clowns, die einem mit festgefrorenem Grinsen aus Schaufensterdekos, von Plakaten und Häuserwänden entgegenstarren, vermitteln. Et es alt widder Fasteloovend.
Gleiches war heute auch unverkennbar im Hobby- und Baumarkt (nein, nicht der mit dem Biber) erkenntlich, in dem ich heute Katzenstreu und Aquarellstiftenachschub kaufen wollte. Gleich beim Reinkommen begrüßt einen die unvermeidliche Karnevalsmusik, die mich mit schöner Regelmäßigkeit aggressiv macht, wenn ich die Ohren nicht auf Durchzug stelle. Im Eingangsbereich erwarten den Kunden auch schon Schaufensterpuppen in den typischen, "lustigen", rot-weißen Kostümen, die sich um ein Tischchen mit einem leeren Pittermännchen gruppieren.

Ich mag Karneval nicht. Überhaupt nicht. Ich konnte es noch nie leiden und ich bin froh, dass mein Geburtstag in diesem Jahr auf Aschermittwoch fällt. (Und es erschreckt mich grade, dass das nächste Woche ist.)
Karneval bedeutet für mich nicht die alte Tradition, die es eigentlich ist, sondern Betrunkene, Enthemmte, Wildpinkler, Pöbler, Randalierer, blöde Musik, blöde Witze und Bützchen (Küsschen), die man nicht haben will, an Karneval aber ungefragt an jeder Ecke bekommt.
Da erstaunt es ja eigentlich schon, dass ich dann doch jedes Jahr mal in die Übertragung des Rosenmontagszuges aus Köln schalte. Selber hinfahren würde ich nie im Leben. Ich glaube, ich wäre da amoklaufgefährdet. Den Umzug im Ort kann ich bequem vom Küchenfenster aus beobachten - genau wie die verschiedensten Jecken, die sich dann mehr oder weniger gerade laufend auf der Straße tummeln.
Als Kind hatte ich natürlich Spaß daran, mich zu verkleiden und als Erzieherin hatte ich eiiiiinigermaßen Späßchen daran, an Weiberfastnacht mit den Kindern zu feiern und ich denke, ich könnte auch Spaß an einer kleinen Karnevalsparty mit guten Freunden haben - aber so? Näääääh! Jangk fott!

Ich werde die Karnevalstage total unkarnevalistisch und sicherlich viel malend verbringen.

05 Februar 2010

Gemalt: Faithful Demon

Das hier habe ich gestern fertiggestellt.
Ashmodai Ashriel


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03 Februar 2010

PP 2010 : Glitter


Heute mache ich mich nochmal ans Photo Project 2010.
Der Ideentopf bescherte mir kleinen Elster das schöne Thema


Inspiration:
Auch wenn kein Feiertag ist, glitzert und glänzt es irgendwo...


Das lasse ich mir auch nicht zweimal sagen. Ich habe neulich extra Glitter gekauft, um damit und mit meiner neuen Macrolinse (ein ganz tolles Weihnachtsgeschenk meiner Eltern) ein paar glitzernde Bilder zu machen und herumzuexperimentieren.


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Hier glitzert heute auch alles - allerdings erst seit heute Mittag. Nachdem der große Schneesturm, der für gestern angesagt war, glücklicherweise komplett ausgeblieben ist hier, hatte es trübe vor sich hin geregnet. Manchmal mit ein wenig Schnee darin.
Und seit heute Mittag strahlt die Sonne - es sieht ganz wunderschön aus, vor allem ein Blick aus dem Küchenfenster auf den Golfplatz gegenüber. Da glänzt und glitzert der Schnee und die Bäume werfen lange Schatten.

Heute früh habe ich von Helaria die 2. Weisung der Heiligen Elisabet bekommen. Ein sehr schönes Erlebnis mit einigen Erkenntnissen. Mittags habe ich eine Einweihung in Celtic Reiki III gegeben und nun werde ich von meinem Katerchen bedrängt, der grade einen Schmuseanfall bekommt.
Den Gefallen will ich ihm jetzt auch tun - und danach wird mein Bild weitergemalt.

Ich wünsche Euch noch einen schönen Tag!
Im Jahr 1399 war der heutige Tag nicht so schön...sondern der Todestag von John of Gaunt.

02 Februar 2010

Happy Groundhogday!

Ich hoffe, von Euch ist niemand mit "I got you babe" geweckt worden heute früh. ;)



Hier gibt es eine Webcam, auf der man das Spektakel live miterleben kann.

Imbolc-Bilder

Nur 3 Stück...
Zwei von gestern Abend und eines von heute früh, damit man den Altar auch mal im Tageslicht sieht






Der Wein dort ist leckerer Eiswein, der nur auf so eine besondere Gelegenheit gewartet hatte.
Wegen der Fotos gilt natürlich auch hier: No use without permission.

01 Februar 2010

Imbolc


Imbolc ist da!
Der keltische Frühlingsbeginn.
Und wie immer gleich zu Beginn des Monats Februar, bin ich auch schon auf Frühling eingestellt. Vollkommen ungeachtet der Tatsache, dass wir heute früh regelrecht eingeschneit waren und ich kaum zum Arzt gekommen bin.

Imbolc - das steht für mich für das Wiedererwachen der Natur, das Längerwerden der Tage, Neubeginn, Klarheit, Reinigung und auch irgendwie Weihe. Und natürlich Brìde.
In der Erde ist schon alles bereit, zu sprießen, die Bäume knospen, die Schneeglöckchen kommen zaghaft hervor und werden bald von Krokussen und Narzissen gefolgt.
Hier daheim habe ich schon Krokusse stehen, die sogar schon verblüht sind und heute im Supermarkt habe ich einen Bund Osterglocken geschenkt bekommen, die den Imbolc-Altar schmücken werden.
Imbolc bedeutet für mich auch Kerzen. Viele, viele weiße Kerzen, die ich aufstelle, um das wiederkehrende Licht zu feiern. Eine große, weiße Kerze für den Altar habe ich schon mit Wachsapplikationen vorbereitet und werde sie heute Abend weihen. (Und wenn der Altar fertig ist, dann editiere ich sicher auch noch ein Bild davon hier hinein - leider habe ich nur glaube ich nirgends mehr eine weiße Decke.)

Hekate reicht heute ihre Fackel an Brìde weiter, die Strahlende. Der Sonnengott reckt und streckt sich und schüttelt die Müdigkeit aus den Gliedern - und wenn er zu genau hinsieht, dann sieht er auch, dass er dringend Frühjahrsputz halten sollte...
Die ersten Lämmer kommen zur Welt (Oimelc!) und Brìde weckt die schlafende Natur auf. Auch die Naturgeister reiben sich den Schlaf aus den Augen - und ich finde diesen Tag auch wieder mal ideal für Orakel und ein reinigendes Bad oder eine Energiedusche.

Als Räucherung würde ich für Brìde folgendes zusammenstellen:
Weihrauch
Lavendel
Veilchenblätter
Salbei
Styrax und
Bernstein.
Das ist so aus dem Gefühl heraus, daher kann ich jetzt noch keine große Beschreibung/Erläuterung dazu geben. Aber die reiche ich sicher mal nach.

Als kleine Ritualspeise bieten sich meiner Ansicht nach kleine, runde Shortbread an (die die Sonne symbolisieren könnten), Milch, Joghurt, Met, Käse...
Was auch immer Ihr heute macht - ich wünsche Euch ein schönes Imbolc.



Oh Heiland!!!
Ich lache mich grade kaputt und muss noch rasch den Highlight-Suchbegriff des Tages hier hineineditieren, mit dem jemand auf mein Blog gefunden hat heute:
"war der sohn von göttin brigid etwas seltsam?"

31 Januar 2010

PP 2010: Seligenhaus


Für das Photo Project 2010 habe ich heute folgende Karte aus dem Ideentopf gezogen:
Seligenhaus
Inspiration:
Kirchen, Tempel, Moscheen, Gebetsräume...

Es ist mir tatsächlich schwer gefallen, ein Bild dafür auszuwählen - ich hätte gerne mehrere gezeigt zum Thema. Aber nun habe ich mich für den Kölner Dom entschieden.

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Ich liebe den Dom - und wenn ich mir das so besehe, wird es wieder mal Zeit für einen Besuch dort.
Habt einen schönen Restsonntag!

30 Januar 2010

Gemalt: Saint Cædmon


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Dieses Bild ist gestern entstanden - aber die Vorlage hatte ich schon vor einer ganzen Weile erstellt, mich allerdings nie daran getraut.

Cædmon war zu den Zeiten, als Saint Hilda Äbtissin war (also um 657–680), zunächst ein einfacher Kuhhirte auf den Ländereien der Abtei Streonæshalch - heute bekannt als Whitby Abbey.
Er war aller Wahrscheinlichkeit nach Brite, da sein Name die Anglisierung des walisischen Cadfan ist. Es ist nicht allzuviel über ihn bekannt außer dem, was Bede über ihn zu berichten wusste.
Wenn er bei den kleinen Feiern der Mönche zugegen war, gesungen und musiziert wurde, war er oft traurig, dass er nicht dazu beitragen konnte und erhob sich, sobald die Harfe in seine Nähe weitergereicht wurde, und ging heim.

Als er dies wieder einmal getan hatte und vom Fest zum Stall ging, in dem er in dieser Nacht das Vieh versorgen musste, legte er sich recht früh zum Schlafen nieder. Im Schlaf erschien ihm jemand, der ihn mit den Worten "Cædmon, sing mir ein Lied" grüßte.
"Ich kann nicht singen", antwortete er. "Deshalb habe ich das Fest verlassen und kam hierher - ich kann einfach nicht singen."
"Wie auch immer das sein mag, Du sollst für mich singen."
"Was soll ich singen?", fragte Cædmon zurück.
"Besinge den Beginn der Schöpfung", antwortete der andere.
Also versuchte Cædmon sein bestes und begann zu singen - in Versen, die er nie zuvor gehört hatte, pries er Gott den Schöpfer - und als er erwachte, hatte er immer noch die volle Erinnerung an sein Lied. Mehr noch, er erweiterte es sogar.

Am Morgen ging Cædmon zum Verwalter, seinem Vorgesetzten, und erzählte ihm von dem Geschenk, das er erhalten hatte. Der Verwalter braqchte ihn kurzum zur Äbtissin, die ihn seinen Traum vor einigen gelehrten Männern erzählen und ihn auch die Verse vortragen ließ, so dass sie urteilen konnten, was genau es eigentlich war.
Sie alle kamen zu dem Schluß, dass Gott ihm eine himmlische Gnade erwiesen hatte und erklärten ihm einen Auszug aus der Heiligen Schrift, den er auch in Verse kleiden sollte.
Am nächsten Morgen kam er mit einem wunderschönen Gedicht dazu zurück, woraufhin die Äbtissin ihn von seinen weltlichen Pflichten entband und ihn in das Doppelkloster aufnahm.

Sie machte ihn mit den anderen Brüdern bekannt und wies sie an, ihm die Kirchengeschichte beizubringen. Cædmon vertonte einiges davon in wunderbare Verse, so dass seine Lehrer auch zu seinen Zuhörern wurden. Er sang über die Schöpfungsgeschichte, den Ursprung der Menschheit und die ganze Genesis, den Auszug aus Ägypten, den Einzug ins Gelobte Land, die Geburt, Passion und die Auferstehung Christi, die Niederkunft des Heiligen Geistes, die Apostel und vieles andere aus der Bibel. Außerdem dichtete er über das Leben nach dem Tod, Hölle und Erlösung und himmlische Gnade.
Bei all dem ermutigte er die Männer, nicht so sehr an den festgeschriebenen "Tugenden" festzuhalten, als vielmehr Gutes zu tun.

Wie alt Cædmon wurde ist nicht überliefert. Aber es war wohl nicht allzu alt. Seine letzte Krankheit dauerte 14 Tage, wurde aber nicht für ernsthaft erachtet. Am Abend des 11. Februar 680 jedoch, bat er darum, in die Krankenstube des Klosters gebracht zu werden um dort die Nacht zu verbringen. Bis tief in die Nacht saß er dort und sprach mit denen, die ebenfalls dort anwesend waren. Doch plötzlich bat er um das Abendmahl.
"Wieso das denn?", wunderten sich die anderen. "So krank bist Du doch nicht, dass Du gleich sterben musst. Schließlich sprichst Du hier so fröhlich mit uns, als erfreutest Du Dich bester Gesundheit."
Cædmon jedoch bat nochmals darum und fragte die anderen, als er das Abendmahl in der Hand hielt, ob sie ihm alle wohlgesonnen seien und Frieden mit ihm geschlossen hätten, oder ob ihm jemand grolle oder ihn gar hasse. Das tat niemand und sie stellten ihm das gleiche als Gegenfrage. Auch Cædmon hegte keinerlei Ressentiments gegen einen seiner Mitbrüder und wollte dann wissen, wie lange es noch dauerte, bsi die Mönche geweckt wurden um den nächtlichen Lobpreis zu singen.
"Nicht mehr lange", war die Antwort.
Er nahm das Abensmahl, bekreuzigte sich und meinte nur noch "Das ist gut. Dann lasst uns darauf warten", woraufhin er in einen leichten Schlaf fiel und in aller Stille verstarb.

Leider hat keines von Cædmons Gedichten sicher überdauert, die früheste überlieferte Version von "Cædmons Hymn" stammt aus dem Jahr 737, aus "The Moore Bede".
Er wurde in der Whitby Abbey begraben und sein Schrein wurde nach dem Wiederaufbau (nachdem der Körper von Saint Hilda nach Glastonbury gebracht worden war) ein wichtiges Pilgerzentrum des Nordens.

Nach ECS Gibsons "Northumbrian Saints" (1884)

nu scylun hergan
hefaenricaes uard
metudæs maecti
end his modgidanc
uerc uuldurfadur
swe he uundra gihwaes
eci dryctin
or astelidæ
he aerist scop
aelda barnum
heben til hrofe
haleg scepen.
tha middungeard
moncynnæs uard
eci dryctin
æfter tiadæ
firum foldu
frea allmectig.