05 November 2012

Ahnengedenken

Erst blogge ich monatelang gar nichts - und nun schon der zweite Post für heute... Gesehen habe ich diesen Fragenkatalog bei Athena, die ihn widerum bei Minerva hat mitgehen lassen. Und jetzt versuche ich mich auch einmal daran....so gut ich kann.

Wie viel weißt du über deine Ahnen?
In diesem Leben bin ich (wieder?) eine bunte Mischung. Die Familie meiner Mutter kommt aus dem Süden Frankreichs - was ich irgendwie sehr schön finde, da ich in mindestens zwei meiner vergangenen Leben ebenfalls Wurzeln dort hatte. Es ist meiner Ansicht nach total faszinierend, dass man das sogar noch sieht. Der Teil der Familie ist durchweg dunkelhaarig und etwas kleiner. es gibt ein sehr faszinierendes Foto meines Urgroßvaters, auf dem er aussieht, wie das Abbild des Südfranzosen schlechthin; mit wirrem, unbändigen, schwarzen Haar.
Väterlicherseits stamme ich aus einem Adelsgeschlecht...das aus irgendwelchen Gründen den Titel abgegeben hatte. Nun...ich habe eine leise Ahnung, dass ein Teil der Familie den Titel nicht ganz so freiwillig abgegeben hatte... Da gab es nämlich 1827 einen gewissen Hipolyt von G. aus Posen, der in der Preußischen Armee Füsilier war und da irgendetwas gestohlen hatte. Dies führte zum Verlust des Militär-Ehrenzeichens, zur Versetzung in die 2.Klasse des Soldatenstandes und zu drei Monaten Festungsarrest. Und - zum Verlust des Adelstitels. (Diebstahlsdelikte, die zum Adelsverlust führten, mussten nicht sonderlich spektakulär sein. Zwar gab es unter ihnen Pferdediebstähle, geklaute Lattenzäune und dergleichen, es konnte sich aber auch lediglich um eine Essensration handeln, die dem Mitsoldaten aus Spaß geklaut wurde.)
Wenn ich unser Wappen richtig interpretiert und analysiert habe (und das steht wahrhaftig in den Sternen), könnte ich tatsächlich heute auch wieder mit Familien aus England verbunden sein, aus denen ich in früheren Leben stammte.
Ich bin froh, dass es mir ebenso vergönnt ist, über die Ahnen einiger früherer Leben Bescheid zu wissen und sie zum Teil (astral gesehen) an meiner Seite zu haben.

Was weißt du über die Geschichte Deiner Heimat und von den Menschen, die hier vor 3000 Jahren lebten?
Ziemlich viel. Sowohl von hier als auch von meiner Seelenheimat, den Britischen Inseln.

Welche ihrer Ideen und Rituale werden in dir/ mit dir wieder lebendig?
Das ist schwer zu sagen. Zum einen Teil mit Sicherheit das Druidentum und die Zwiesprache mit verschiedenen Gottheiten, die auch sie angesprochen haben und mit denen auch sie kommunizierten. Zu den Ritualen kann ich nichts sagen, da jene, die ich durchführe, aus mir selber herauskommen. Ich halte mich nicht an Vorgaben oder Überlieferungen. Nicht einmal in dem Sinne, dass ich mit Symbolen arbeiten würde, die für eine bestimmte Gottheit der Überlieferung nach typisch sind. Ich arbeite damit, was für mich stimmig ist und was die Gottheit vielleicht gerne hätte.
Sicherlich ist uns auch die Ehrfurcht vor der Natur und den anderen Seelen gemeinsam. 


Fühlst Du Dich verpflichtet, das kulturelle und schamanische Wissen Deiner Ahnen zu erforschen und weiterzutragen?
Nein. Denn "Verpflichtung" trägt irgendwie immer etwas von Zwang in sich. Ich fühle mich aus mir selber heraus angespornt, das Wissen zu erforschen und zu erhalten, damit so etwas Wertvolles nicht verloren geht. Weil es mich interessiert und irgendwo mit Sicherheit auch ein Teil von mir ist.
Mit dem Begriff "Schamanentum" tue ich mich immer schwer. Da zieht mich nichts hin und ich verbinde es eher mit indianischen Traditionen, mit denen mich absolut nichts verbindet. Das Druidentum mag dem in gewissen Zügen verwandt sein, aber ich würde es niemals mit Schamanismus vergleichen.


Wo bist du verwurzelt? Und die Frage ist nicht, wo du gerne verwurzelt sein möchtest.
Zum Teil hier, wo ich lebe und wo meine Familie in diesem Leben herkommt. Ich denke, grade mit dem Süden Frankreichs ist es so eine Sache, weil ich wie gesagt schon mindestens zweimal dort meine Wurzeln hatte.
Zum Großteil jedoch in meiner Seelenheimat, den Britischen Inseln. Da habe ich so oft gelebt und ich fühle mich diesem Land so verbunden, dass ich auch heute heimweh dorthin habe. Manchmal schmerzt es schon fast körperlich.
Und natürlich bin ich dort verwurzelt, wo meine Seele ihren Ursprung hat.


Was meinst du, kannst Du von Deinen Ahnen lernen?
Massenhaft. Herangehensweisen an die verschiedenen Aspekte und Stolperfallen des Lebens, Integrität, altes Wissen... Es ist viel zu viel, um es alles aufzuzählen.

Hast du mal überlegt, das auch du einmal ein Ahn bist? 
Natürlich. Das bin ich so gesehen ja schon - man lebt schließlich nicht nur einmal. (Es sei denn, man will es.)

Was willst du hinterlassen und über was können die Generationen nach dir sprechen?
Es wäre schön, wenn ich zeigen könnte, dass es sich lohnt, seinen Traum zu verwirklichen. Dass es möglich ist und dass man ihn leben kann. Und es wäre schön, wenn ich ein Licht auf dem Weg anderer sein könnte.

Mit wem oder was fühlst du dich tief verbunden?
Mit meiner Familie, meinen (wirklichen) Freunden, meinen Seelenvätern, Seelenbegleitern, Seelenschnuffis.... Die Seelenbegleiter können auch durchaus vier Pfoten haben, noch hier sein oder bereits vorangegangen.

Hat Dir jemand etwas hinterlassen? 
Natürlich.  

Was hinterläßt Du?
Schauen wir dann mal. In jedem Fall viele Bilder. 

Kommentare:

athena hat gesagt…

Schon heute bist Du ein Licht im Leben derer, die Dich lieben und die Du liebst. Und jemand, der andere dazu anspornen kann, seine Träume zu verwirklichen....♥

Ashmodiel hat gesagt…

Da blinzel ich gleich Tränchen.
Danke!
♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥♥

Ray Gratzner hat gesagt…

Liebe Ashmodiel,

da habe ich eine Meng über Dich erfahren. :-))

Also den Adelstitel wegen eines Diebstahls zu verlieren finde ich ein wenig übertrieben, denn shcließlich haben doch zumindest die Ritter lange Traditionen, wo sie sich nahmen, was sie brauchten -

Liebe Grüße Rainer

Amitiel hat gesagt…

Du zeigst doch schon, daß es sich lohnt, seinen Traum zu verwirklichen. eine Güte, was hast Du mir schon in den Arsch getreten deshalb... ♥ Und Du bist ein Licht, nicht nur (aber ganz besonders) im Leben derer, die die Ehre und das Vergnügen haben, Dich persönlich zu kennen, sondern weit darüber hinaus.

Grey Owl Calluna hat gesagt…

....erst dachte ich....ach, schon wieder so ein Frage-Antwort-Spiel.
Aber beim Durchlesen.....überkommt Eine das Nachdenken.......
Ich hab ja genügend Zeit......
Danke liebe Ashmodai.
Liebe Grüße
Grey Owl

Alruna hat gesagt…

Danke für den Artikel. Du hast damit bei mir etwas berührt, da will ich drüber nachdenken.
Die Fragen klaue ich deshalb gleich mal bei dir und werde über die Antworten brüten.
Liebe Grüße
Alruna

Ashmodiel hat gesagt…

Freut mich, wenn es einiges angeregt hat =)
Und ich danke für die lieben Worte.