28 Februar 2013

Kennt Ihr das auch?

Ihr habt ein Buch ausgelesen und seid darüber erst einmal total betrübt?
So erging es mir jetzt mit Paula Loftings Sons of the Wolf und ich warte nun sehnsüchtig auf die Fortsetzung, die hoffentlich bald herauskommt. Das England des Jahres 1055 wird hier anhand der Geschichte Wulfheres vollkommen lebendig. Es beginnt damit, wie er von der Schlacht von Dunsinane (wer MacBeth liebt, wird sie kennen) heimkehrt und man ist so gut wie sofort mitten in der Geschichte, die einen dann nicht mehr loslässt.
Parallel mit Wulfhere und seiner Familie lernt man auch Harold Godwinson kennen (und irgendwie lieben), den späteren King Harold of Wessex. Die Geschichte entführt den Leser in diese Zeit, so dass man (zumindest ich) manchmal glaubt, die Klänge und Gerüche dort wahrzunehmen. Dazu trägt sicherlich auch der Gebrauch altenglischer Worte immer mal wieder bei - für die, die sich damit nicht auskennen, ist alles im Glossar erläutert.
Geschrieben war das Buch als zusammenhängende, große Saga, aber das erschien der Autorin für ein Erstlingswerk zu happig, also teilte sie das ganze in zwei Teile. Und da sitze ich nun, starre die letzte Seite an und denke "Eyyyyyyyyy!"

Mein neues Lesefutter habe ich dann heute begonnen, Anne O'Briens The King's Concubine über Alice Perrers, die Geliebte Edwards III. Ich schätze, sie ist eine der meistgehassten Frauen Englands gewesen und teilt sich diese traurige Berühmtheit ein wenig mit Piers Gaveston. Beide zu Unrecht, möchte ich mal sagen.
Die erste Seite habe ich beim Frühstück angefangen und saß mit einer weiteren Tasse Kaffee nachher immer noch am Tisch und las. Auch dieses Buch nimmt mich gleich mit und es ist sehr, sehr gut geschrieben. Dieses Mal aus Ich-Perspektive. (Und es hat mich daran erinnert, dass Alice auf meiner Zu-Malen-Liste steht.)

Übrigens ist rechts im Menü seit ein paar Wochen nun immer mein aktuelles Lesefutter zu sehen.

Kommentare:

Alruna hat gesagt…

Nee, ich sag mir bei solchen Büchern dann nur: "das war ja mal ein richtig gutes Buch." Und freu mich schon auf das nächste, in der Hoffnung, wieder so einen Schatz zu finden :-)

In Peace and Beauty may I walk hat gesagt…

Bei mir ist es nach einem richtig tollen Buch oft so, dass ich erstmal ein paar Tage brauche, bis ich ans nächste gehe, weil ich so das Gefühl und die Welt lieben gelernt habe, in das es mich hineingeworfen hat und da noch verweilen möchte, bevor es in das nächste Abenteuer geht. :)

Viel Spaß dir mit neuem Lesefutter!

Liath

Hummel hat gesagt…

Mir geht es da wie Dir und Liath. Aber nicht nur mit ersten Teilen von Tri- oder anderen -ologien, sondern auch mit ganz runden, abgeschlossenen Büchern, die mich manchmal so mit in sich hineinnehmen, daß ich wünschte, ich wäre ein Teil von dieser Geschichte.

Ashmodiel hat gesagt…

Genau so, Liath und Hummel =)

athena hat gesagt…

Ich kenne das auch! =)
Da ist beinahe eine Art Leere, die zurück bleibt, wenn Du den Deckel schließt. Eine kleine Traurigkeit, die Dich zurück läßt. Und nun? ;-)
Aber na ja, man kommt darüber hinweg :)
Die Idee mit dem Lesefutter find ich übrigens so schön, dass ich sie gerne klauen möchte.
Hoffe das ist genehm :-*

Ashmodiel hat gesagt…

Klar ist das genehm, ich finde das schön, zu sehen, wer grade was liest.

athena hat gesagt…

Schön! Bei mir heißt´s nun: "Auf meinem Nachttisch" ;)

Ashmodiel hat gesagt…

Hab ich gesehen =)
Und da liegen gleich zwei.

athena hat gesagt…

Jaaaa, ich les doch immer ein "Sachbuch" und einen Roman zur gleichen Zeit :)